Massive Preissteigerungen: Preise für Fahrräder und Ersatzteile steigen

Preissteigerungen im Fahrradfachhandel - Fahrradfahren wird teurer

Massive Preissteigerungen in der Zulieferindustrie

Seit Anfang März müssen Verbraucher höhere Preise in Kauf nehmen – bei Lebensmitteln und Verbrauchskosten, bei Baustoff- und Handwerksmaterialien und auch bei Fahrrädern und Ersatzteilen. Zudem machen sich Lieferschwierigkeiten massiv bemerkbar, weil Transportwege teurer geworden und Produktionskapazitäten rar sind. Warum die Preise steigen und wie sich dies auf Handel und Kunden auswirkt, erfährst du im folgenden Beitrag. 

Im Fahrrad Onlineshop findest du aktuelle Angebote, die noch nicht von den Preissteigerungen betroffen sind. Nutze die Chance und entscheide dich jetzt für deinen Fahrradkauf. Günstiger wirds nicht mehr. Einen kleinen Preisausgleich kannst du mit einem 20,- Euro Gutschein in Anspruch nehmen.

Preisaufschläge an allen Ecken

Fahrradstadt Berlin
Fahrradfahren wird teurer

Derzeit belegen alle Hersteller und Großhändler den Fahrradfachhandel mit Preisaufschlägen von bis zu 30%. Fahrräder und E-Bikes sowie insbesondere Ersatzteile und Zubehör sind von den Preissteigerungen betroffen. Bereits im März stiegen die Preise um gute 10-15%, doch dabei blieb es nicht. Jetzt sind die Produktionspreise nochmals deutlich angestiegen. Trotzdem sieht es in weiten Teilen der Verfügbarkeit von Produkten ziemlich mau aus.

Viele Fahrradhändler und Onlineshops verweisen auf teils absurde Lieferzeiten von bis zu 9 Monaten. Als Kunde bekommt man auch bei Ersatzteilen und Zubehör immer öfter ein „Ham wa nich.“ zu hören. Schläuche, Bremsschuhe, Zahnkränze, Ketten und viele weitere Fahrradteile sind immer öfter nicht verfügbar.

Fahrradwerkstätten ebenfalls von Preissteigerungen betroffen

Fahrradwerkstatt Preise steigen
Fahrradwerkstatt Preise steigen

„So einige Reparaturen können derzeit nicht durchgeführt werden, weil uns die Teile fehlen. Man fühlt sich an vergessene DDR-Zeiten erinnert, als man auf die Frage nach Trabbi-Reifen oder Dachpappe nur ein schallendes Lachen des Gegenüber vernahm.“, bemerkt Jörn Baer, Geschäftsführer bei der Radwelt Berlin mit sarkastischem Unterton und führt fort: „Das Werkstattaufkommen ist enorm. Viele Räder müssen mit Ersatzteilen repariert werden, die derzeit vom Großhandel nicht geliefert werden können.“

Thomas Böttcher, Werkstattleiter bei der Radwelt Berlin in der Leipziger Straße berichtet: „Ketten und Zahnkränze zum Beispiel müssen oft ausgetauscht werden. Durch die Lieferschwierigkeiten verlängern sich die Standzeiten der Werkstatträder deutlich. Der Kunde möchte Fahrradfahren, kann es aber nicht. Die Werkstatt möchte Fahrräder reparieren, kann es aber nicht. Da ist Frust auf beiden Seiten vorprogrammiert, besonders jetzt mitten in der Fahrradsaison.“

Preissteigerungen haben globale Ursachen

Ein großes Problem sind die Produktionskapazitäten und Transportwege. Ein Beispiel: Hat ein Platz im Übersee-Container vor Corona noch 100,- Euro gekostet, liegt der Preis aktuell bei rund 600,- Euro. Berücksichtigt man also die Monopolstellung einiger Teile-Hersteller (Beispiel Shimano), kann man sich die Situation gut vorstellen. Die Preissteigerungen bei den Transportkosten wirken sich 1:1 auf die Endverbraucherpreise aus.

Wie sich die Preissituation in 2022 darstellen wird, lässt sich derzeit noch nicht genau sagen. Bei den aktuellen Order-Verhandlungen mit der Zulieferindustrie geht man jedoch von keiner Entspannung der Situation aus. Der Fahrradfachhandel steht aktuell im engen Kontakt mit Lieferanten und sucht gemeinsam nach Lösungen. Die meisten Hersteller haben uns mitgeteilt, dass sie nicht von einer kurzfristigen Senkung des Preisniveaus ausgehen.

Termine für die Fahrradwerkstatt werden seit Corona online gebucht. Bei der Reparaturannahme kannst du weitere Informationen zur Verfügbarkeit von Ersatzteilen erfragen.