Fahrradläden Berlin: Werkstätten ausgebucht, kaum neue Modelle

Berliner Fahrradläden: "Morgen ist die Frage."

Fahrradläden am Limit: Wo bekomme ich ein gutes Fahrrad her?

Fahrräder sind schlichtweg der absolute Hit dieser Tage, keine Frage. Berlin mutiert ganz von allein zur Fahrradstadt – schon wegen des enorm gestiegenen Radverkehrs. Der Boom führt jedoch auch zu langen Wartezeiten in den Fahrradläden und Fahrradwerkstätten. Ein Grund sind lange Lieferzeiten bei Rädern und Ersatzteilen. Es gibt aber auch Alternativen.

Berliner Fahrradläden leiden unter Lieferproblemen

Es ist wirklich nicht leicht, dieser Tage einen Termin im Fahrradladen zu bekommen. Egal ob es nun um den Kauf eines Neurads oder die Reparatur der geliebten Eierfeile geht. Geduld ist gefragt, die Wartezeiten sind lang. Der Radverkehr boomt seit dem ersten Lockdown in 2020. Vor den Fahrradwerkstätten Berlins bilden sich insbesondere bei Sonnenschein lange Schlangen. Viele Fahrradmodelle und Ersatzteilte sind vergriffen.

Fahrradfahren wird teurer

Jirko Rienitz von der Radwelt Berlin weiß: „Besonders ‚eingefahrene‘ Traditionsmodelle, beispielsweise von Specialized oder Bergamont, sind kaum noch verfügbar. Unter anderem die 5-fach gestiegenen Transportkosten für einen Seecontainer sorgen zudem für deutliche Preissteigerungen, insbesondere bei den Ersatzteilen.“

Engpässe im Markt zeigen auch hier, dass nicht alles von einem einzigen Produktionsband kommen darf. Shimano zum Beispiel hat außerordentliche Lieferprobleme. Dreiviertel der gesamten Fahrradproduktion wird aber mit diesen Teilen ausgestattet. So wundert es nicht, das zugesagte Liefertermine für Fahrräder, Teile und Zubehör regelmäßig storniert oder verschoben werden. Der Kunde hat letztendlich das Nachsehen.

Alternativen im Fahrradmarkt finden

Berlin fährt Fahrrad! Im letzten Jahr verzeichnete die Stadt einen massiven Anstieg beim Radverkehr – nicht nur wegen der Covid-Pandemie. Von Januar bis November 2020 registrierten die Radverkehrszählstellen Berlins im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr ein Plus von 18 Prozent. Rechnet man nur die Sommermonate von Mai-September, sind es sogar satte 26 Prozent.

Diese Zuwachsraten machen den Kauf eines Fahrrads oder E-Bikes nicht leicht. Eine Alternative können hier kleinere Fahrradmarken wie Massenger Berlin sein, die City-, Trekking- und Lastenrädern in Deutschland herstellen und die aktuell mangelnde Modellvielfalt der Big Brands bestens besetzen.

Gebrauchte Fahrräder im Fahrradladen

Der Gebrauchtfahrradmarkt online lockt mit Tausenden Anzeigen in den einschlägigen Portalen. Hier kann man gebrauchte Fahrräder oft schon für wenige Hundert Euro kaufen. Aber Vorsicht, wenn man sich mit den angebotenen Rädern nicht auskennt, kann man sprichwörtlich schnell einen Griff ins Klo machen.

Herkunft, Ausstattung und Sicherheit sind oft nicht belegt. Im Gebrauchtmarkt ist ein großer Anteil gestohlener Räder zu finden. Daher solltest du gebrauchte Fahrräder nur bei einem Fahrradhändler kaufen. Zudem solltest du stets darauf achten, auf Kaufbelege oder besser noch einen Fahrradpass zu bestehen.